Zu Ostern gehören bunte Ostereier, wie der Hase ins Grüne.

Sehr unromantisch ist der pragmatische Grund des Mittelalters Eier mit Pflanzenbestandteilen farbig zu färben: In der 40-tägigen Fastenzeit durften keine tierischen Produkte verzehrt werden. Die Hennen hörten jedoch natürlich nicht auf Eier zu legen. Also kochte man die Eier ab und färbte sie. Man wollte sie schließlich nicht mit frischen verwechseln.

Es gab regional verschiedene Tiere, die die Eier brachten, z.B. den Fuchs oder den Kuckuck oder auch den Storch. Aber der Hase setzte sich schließlich durch. Dies verdankt er u.a. seiner Schnelligkeit, seiner Präsenz im Frühjahr, wie auch der Tatsache, dass nach der langen Zeit des Verzichts beim Osterfest Eier und der Hasenbraten gemeinsam auf den Festtagstisch kamen und somit räumlich zusammenrückten.

Die Kinder früher wussten, dass Hennen keine bunten Eier legen. Also brauchte es eine andere Erklärung. So kam es, dass dem Hasen nicht nur das Bringen der Ostereier unterstellt wurde, sondern auch das Legen der Eier.

Eine hübschere Version vom bunten Osterei ist eine Geschichte der Frühlingsgöttin Ostara. Sie habe einen fast erfrorenen Vogel gefunden. Damit er den Winter überleben konnte, verwandelte sie den Vogel in einen Hasen. Weil dieser früher ein Vogel war, kann er heute noch immer bunte Eier legen. Die Kinder bauten also Nester aus Moos, Gras und Zweigen, damit der Oster-Vogel-Hase einen hübschen Ort für seine wunderschönen Ostereier hatte.

Das Ei selbst steht symbolisch für neues Leben, nicht nur im Christentum. Der Sonnengott Re ist aus dem Ei geschlüpft, wie auch der griechische Gott Phanes, Gott des Lichts. Im Hinduismus teilte sich die Ureischale in Gold und Silber. Erde und Himmel entstanden. Das Licht des Propheten Mohammed wird in manchen Überlieferungen als ein weißes Ei beschrieben. Auch Eurynome, die Göttin aller Dinge, tanzte auf den Wellen des Ur-Ozeans. Durch ihren Tanz wurde der Nordwind geboren, den sie in ihren Händen rieb und der so zur Riesenschlange Ophion wurde. Eurynome verwandelte sich in einen Vogel und legte das Weltenei auf die Wellen. Ophion brütete es aus. Sonne, Mond und alle Sterne wurden aus dem Weltenei geboren und auch die Erde.

Was war also zuerst da? Ei oder Huhn? In der Mythologie war es auf jeden Fall das Ei.

Weitere Bedeutungen des Eis sind Ursprung und Fruchtbarkeit, das Potential, das in etwas schlummert und die Schöpfungskraft. Als Osterei steht es für die Auferstehung und die Überwindung des Todes und der Kälte.

Das Osterfest richtet sich übrigens nach dem Mond. Es findet nach dem ersten Vollmond im Frühling statt, nach der Tag- und Nacht-Gleiche.

(Quelle: eigenes Wissen und ein nettes Gespräch mit Gemini)

  • Verbinden Sie Ostern mit den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling oder haben Sie Ostereier auch schon einmal im Schnee gesucht?
  • Welche Geschichten wurden Ihnen über die Ostereier erzählt?
  • Wenn Sie an den Ostermorgen Ihrer Kindheit denken, welche Farbe hat das erste Osterei, das Ihnen in den Sinn kommt?
  • Waren die Ostereier überhaupt versteckt? Welches war das schwierigste Versteck, das Sie dennoch entdeckt haben?
  • Oder durften Sie mithelfen, die Eier zu färben? Wie haben Sie das gemacht? Gab es bestimmte Techniken oder Muster?
  • Gab es im Nest nur bunte, echte Ostereier oder auch Schokolade und kleine Geschenke? Vielleicht gab es auch Nützliches?

Viele Freude beim Finden vieler bunter Ostererinnerungen!

Sandra Deistler

Dipl. Kunsttherapeutin und Trainerin für Biografiearbeit

www.atelierfuenf.de

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