Fischer Taschenbuch, 15. Auflage 2024
Laetitia Columbani ist eine französische Filmschauspielerin und Regisseurin.
Der Zopf ist ihr erster Roman. Er wurde bereits verfilmt.
Die Autorin fängt in ihrem Roman drei Frauenschicksale aus verschiedenen Weltgegenden ein: Das der unberührbare Smirta aus Indien, die die Exkremente der Reichen wegräumen muss. Sie möchte ihrer kleinen Tochter dieses ihr vorbestimmte Los ersparen und ihr den Besuch einer Schule ermöglichen. Doch auf diesem Weg stellen sich unerwartete Hindernisse ein.
Giulia aus Sizilien, die kurzerhand den Betrieb ihres Vaters leiten muss, weil dieser nach einem schweren Motorradunfall im Koma liegt. Doch zufällig entdeckt sie, dass die Firma, in der Haare gesammelt, gewaschen, neu eingefärbt und zu Perücken verarbeitet werden, kurz vor dem Bankrott steht. Kann ihr der Brahmane, ein verfolgter, als billige Arbeitskraft ausgebeuteter Flüchtling mit dem sie eine heimliche Liebe eingeht, einen Weg aus dieser Zwangslage zeigen?
Sarah, eine erfolgreiche Anwältin und Alleinerzieherin von drei Kindern aus Kanada, die mit eisernem Willen und am Rande der Erschöpfung Familienleben und Beruf unter einen Hut zu bringen versucht. Mit eisernem Willen und guten Management gelingt ihr das – bis sie die Diagnose Brustkrebs erhält.
Diese drei sich abwechselnden Erzählstränge fügen sich zuletzt wie ein Zopf zusammen.
Tina Bader (www.dastreffendewort.at)





