Kunsttherapeutische Interventionen – 75 Therapiekarten

von Sarah Arriagada und Hannah Elsche

„Das Kunstwerk als dauerhafter Beweis des Schaffens gibt Mut und Trost. Es kann ein gelebtes und gestaltetes Leben symbolisieren.“

Biografiearbeit zeigt sich neugierig, offen, verspielt und weiterentwicklungsfähig. Als wichtiger Bestandteil pädagogischer, beratender und therapeutischer Arbeitsfelder, erfährt die Biografiearbeit Bereicherung und Erweiterung durch die Fachbereiche, in welchen sie bereits als ein Baustein einen wichtigen Stellenwert hat.

Künstlerisch-kreative Methoden werden gerne und zunehmend von Trainer:innen und Dozent:innen in das biografische Arbeiten integriert und von Seminarteilnehmenden häufig als freudvoll und inspirierend erlebt.

Ein weiteres Kartenset aus dem Beltz Verlag beschenkt uns biografisch arbeitende Menschen mit wichtigen Anregungen und Impulsen aus der Kunsttherapie für die eigene Praxis. Den beiden Autorinnen ist es gelungen ein feines, kompaktes Grundlagenwerk der Kunsttherapie zu erschaffen. Die Essenz der Kunsttherapie wurde kurz und knapp und doch mit allen wichtigen Details herausgearbeitet. Acht Module ermöglichen einen schnellen und umfassenden Überblick über kunsttherapeutisches Denken und Handeln. Gleichzeitig zeigen die Autorinnen die Komplexität und das umfangreiche Wissen auf, das den Beruf der Kunsttherapeutin / des Kunsttherapeuten auszeichnet. Schnell wird deutlich, dass es nicht ausreicht, sich eine künstlerische Technik angeeignet oder eine Methode in die eigene Berufspraxis integriert zu haben um sich als Kunsttherapeut:in bezeichnen zu dürfen. Leider ist die Berufsbezeichnung noch immer nicht geschützt.

Der besondere Wert dieses Kartensets besteht jedoch u.a. darin, Nicht-Kunsttherapeut:innen vielfältige Anregungen anzubieten, die eigene, professionelle Haltung zu reflektieren und künstlerisch-kreative Interventionen im individuellen Setting zu integrieren. Die Module Setting und Beziehungen lassen sich leicht für die eigene Profession adaptieren und beleuchten Themen wie Abstinenz, Allianzen und Dynamiken innerhalb eines Prozesses. Das Modul Kunsttherapeutische Ansätze hilft bei der Verortung der eigenen Position im sozialen Berufsfeld. Das Modul Material bildet kompakt, aber doch auch prägnant ab, welche Bedeutung der Materialvielfalt zukommt. Gleichzeitig bekommt man einen guten Eindruck über die Wirkweisen und Anwendungsmöglichkeiten von Materialien. Das Modul Künstlerischer Prozess könnte Fachfremde mit Fachbegriffen und spezifischen Themen überfordern oder aber anregen sich intensiver mit diesen zu beschäftigen. Das Modul Einstieg bietet auch anderen Berufsgruppen leicht umzusetzende Möglichkeiten den Anfang einmal anders als bewährt zu gestalten.

Explizit sind die Module Ethik und Abschied erwähnenswert. Sie unterstreichen die Bedeutsamkeit der hier bearbeiteten Themen wie beispielsweise Fürsorge- und Schweigepflicht, Nachhaltigkeit oder die Gestaltung von Lebensübergängen. Im beiliegenden Booklet lassen sich weiterführende Erläuterungen finden. Für die Praxis ist die eingefügte Materialliste besonders wertvoll.

Besonders gelungen sind die vertiefenden Anregungen (Impuls) auf jeder Karte. Auch als erfahrene Kunsttherapeutin finde ich hier neue Ideen und Reflexionsmöglichkeiten zur Weitung der eigenen Perspektiven und auch Künstler:innenbeispiele.

Zunächst fand ich die Gestaltung als Kartenset für ein Grundlagenwerk etwas befremdlich. Doch die Vorteile zeigten sich rasch. Je nach Anwendung, ob als Studierende:r, Fachfremde:r, Dozent:in oder erfahrene:r Kunsttherapeut:in, kann ich mir die Karten individuell zusammenstellen und bündeln, was mir aktuell wichtig ist. Die Bildvorderseiten sind ebenfalls auf den zweiten Blick beeindruckend. Als Ästhetin bevorzuge ich anregende, leuchtende und vielschichtige Bilder. Doch genau um solche, geht es ja in der Kunsttherapie keinesfalls. Die sorgfältige und gezielte Auswahl der Bilder ermöglicht den gezielten, kreativ-therapeutischen Einsatz der Karten im fachspezifischen Setting. Zum Beispiel werden verschiedene Menschentypen in Beziehung dargestellt, unterschiedliche Räumlichkeiten oder Techniken.

Insgesamt ist hier eine bunte Vielfalt an Interventionen und Impulsen entstanden, die für jede professionell tätige Person im sozial-therapeutischen Kontext wertvolle Schätze beinhaltet.

Sandra Deistler
Dipl. Kunsttherapeutin (FH)
Trainerin für Biografiearbeit
HP Psych

Das Leben in Wort, Ton, Bild und Szene (Kathrin Oplatka)

Biografie kreativ gestalten Unser LebensMutig Mitglied Kathrin Oplatka hat mit diesem Buch einen reichen Fundus an unterschiedlichsten Methoden erschaffen, wie Biografien kreativ dargestellt werden können. Es geht in diesem 304 Seiten starken Buch um unterschiedlichste Möglichkeiten, die Erinnerungen der Menschen zu heben und dann zu teilen bzw. festzuhalten. Ihre vielen und vielfältigen Methoden sind leicht umsetzbar und laden zum Experimentieren mit Texten, kurzen Szenen, Musik und auch der bildhaften Umsetzung ein. Dazu sind keine Vorkenntnisse nötig, sondern lediglich die Lust daran, etwas auszuprobieren.

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Der Zopf (von Laetitia Columbani)

Fischer Taschenbuch, 15. Auflage 2024 Laetitia Columbani ist eine französische Filmschauspielerin und Regisseurin.Der Zopf ist ihr erster Roman. Er wurde bereits verfilmt. Die Autorin fängt in ihrem Roman drei Frauenschicksale aus verschiedenen Weltgegenden ein: Das der unberührbare Smirta aus Indien, die die Exkremente der Reichen wegräumen muss. Sie möchte ihrer kleinen Tochter dieses ihr vorbestimmte Los ersparen und ihr den Besuch einer Schule ermöglichen. Doch auf diesem Weg stellen sich unerwartete Hindernisse ein.

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Mein Lebensbuch – Biografiearbeit im Ethikunterricht (von Katja Kuritz)

Das Lebensbuch als persönlicher Begleiter von der 5. bis zur 10. Klasse Die eigene Entwicklung festhalten, verstehen und verändern, Stärken und Schwächen, Wünsche, Ziele und Ängste als Teil des jugendlichen Selbst erfahren und die eigene Zukunft aktiv gestalten, auch dazu soll und darf der Ethikunterricht dienen. Dieses Büchlein begleitet die Kinder und Jugendlichen fünf Jahre lang, gibt ihnen Raum für Reflexion und Selbsterfahrung und darüber hinaus auch den ein oder anderen Denkanstoß. Die Themen orientieren sich dabei an den Lehrplanzielen und können entsprechend einfach in den Unterricht eingebunden werden.

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Kunsttherapeutische Interventionen – 75 Therapiekarten

von Sarah Arriagada und Hannah Elsche „Das Kunstwerk als dauerhafter Beweis des Schaffens gibt Mut und Trost. Es kann ein gelebtes und gestaltetes Leben symbolisieren.“ Biografiearbeit zeigt sich neugierig, offen, verspielt und weiterentwicklungsfähig. Als wichtiger Bestandteil pädagogischer, beratender und therapeutischer Arbeitsfelder, erfährt die Biografiearbeit Bereicherung und Erweiterung durch die Fachbereiche, in welchen sie bereits als ein Baustein einen wichtigen Stellenwert hat. Künstlerisch-kreative Methoden werden gerne und zunehmend von Trainer:innen und Dozent:innen in das biografische Arbeiten integriert und von Seminarteilnehmenden häufig als freudvoll und inspirierend erlebt. Ein weiteres Kartenset aus dem Beltz Verlag beschenkt uns biografisch arbeitende Menschen mit wichtigen Anregungen und Impulsen aus der Kunsttherapie für die eigene Praxis. Den beiden Autorinnen ist es gelungen ein feines, kompaktes Grundlagenwerk der Kunsttherapie zu erschaffen. Die Essenz der Kunsttherapie wurde kurz und knapp und doch mit allen wichtigen Details herausgearbeitet. Acht Module ermöglichen einen schnellen und umfassenden Überblick über kunsttherapeutisches Denken und Handeln. Gleichzeitig zeigen die Autorinnen die Komplexität und das umfangreiche Wissen auf, das den Beruf der Kunsttherapeutin / des Kunsttherapeuten auszeichnet. Schnell wird deutlich, dass es nicht ausreicht, sich eine künstlerische Technik angeeignet oder eine Methode in die eigene Berufspraxis integriert zu haben um sich als Kunsttherapeut:in bezeichnen zu dürfen. Leider ist die Berufsbezeichnung noch immer nicht geschützt. Der besondere Wert dieses Kartensets besteht jedoch u.a. darin, Nicht-Kunsttherapeut:innen vielfältige Anregungen anzubieten, die eigene, professionelle Haltung zu reflektieren und künstlerisch-kreative Interventionen im individuellen Setting zu integrieren. Die Module Setting und Beziehungen lassen sich leicht für die eigene Profession adaptieren und beleuchten Themen wie Abstinenz, Allianzen und Dynamiken innerhalb eines Prozesses. Das Modul Kunsttherapeutische Ansätze hilft bei der Verortung der eigenen Position im sozialen Berufsfeld. Das Modul Material bildet kompakt, aber doch auch prägnant ab, welche Bedeutung der Materialvielfalt zukommt. Gleichzeitig bekommt man einen guten Eindruck über die Wirkweisen und Anwendungsmöglichkeiten von Materialien. Das Modul Künstlerischer Prozess könnte Fachfremde mit Fachbegriffen und spezifischen Themen überfordern oder aber anregen sich intensiver mit diesen zu beschäftigen. Das Modul Einstieg bietet auch anderen Berufsgruppen leicht umzusetzende Möglichkeiten den Anfang einmal anders als bewährt zu gestalten. Explizit sind die Module Ethik und Abschied erwähnenswert. Sie unterstreichen die Bedeutsamkeit der hier bearbeiteten Themen wie beispielsweise Fürsorge- und Schweigepflicht, Nachhaltigkeit oder die Gestaltung von Lebensübergängen. Im beiliegenden Booklet lassen sich weiterführende Erläuterungen finden. Für die Praxis ist die eingefügte Materialliste besonders wertvoll. Besonders gelungen sind die vertiefenden Anregungen (Impuls) auf jeder Karte. Auch als erfahrene Kunsttherapeutin finde ich hier neue Ideen und Reflexionsmöglichkeiten zur Weitung der eigenen Perspektiven und auch Künstler:innenbeispiele. Zunächst fand ich die Gestaltung als Kartenset für ein Grundlagenwerk etwas befremdlich. Doch die Vorteile zeigten sich rasch. Je nach Anwendung, ob als Studierende:r, Fachfremde:r, Dozent:in oder erfahrene:r Kunsttherapeut:in, kann ich mir die Karten individuell zusammenstellen und bündeln, was mir aktuell wichtig ist. Die Bildvorderseiten sind ebenfalls auf den zweiten Blick beeindruckend. Als Ästhetin bevorzuge ich anregende, leuchtende und vielschichtige Bilder. Doch genau um solche, geht es ja in der Kunsttherapie keinesfalls. Die sorgfältige und gezielte Auswahl der Bilder ermöglicht den gezielten, kreativ-therapeutischen Einsatz der Karten im fachspezifischen Setting. Zum Beispiel werden verschiedene Menschentypen in Beziehung dargestellt, unterschiedliche Räumlichkeiten oder Techniken. Insgesamt ist hier eine bunte Vielfalt an Interventionen und Impulsen entstanden, die für jede professionell tätige Person im sozial-therapeutischen Kontext wertvolle Schätze beinhaltet. Sandra DeistlerDipl. Kunsttherapeutin (FH)Trainerin für BiografiearbeitHP Psych

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Munk von Jan Weiler

Jan Weiler hat einen Roman geschrieben, der durch seine Sprache besticht, intelligent und unterhaltsam geschrieben ist. Zudem ist es eine Lektüre, die dazu anregt, das eigene Leben anhand seiner Liebesgeschichten zu betrachten.  Um was geht es? Der 51-jährige Peter Munk erleidet einen Herzinfarkt und ist fassungslos: Wie konnte ihm das passieren? Er lebt gesund, treibt Sport und führt kein ausschweifendes Leben. Doch zum ersten Mal in seinem Leben wird ihm bewusst, wie allein er ist: Er war nie verheiratet, hat keine Kinder und pflegt kaum Freundschaften.

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Kartenset „Selbstwirksamkeit 65 kreative Impulse Selbstfürsorge“ von Sandra Deistler

65 kreative Impulse Selbstfürsorge für eine professionelle Haltung in therapeutischen und sozialen Berufen Wer das Buch von Sandra Deistler „Praxisbuch Kunsttherapeutische Biografiearbeit“ gelesen hat, wird sicher ganz begeistert viele kreative Zugänge entdeckt haben. Nun gibt es ein Kartenset von Sandra Deistler: 65 Impulskarten laden auf originelle, innovative und (selbst-)wirksame Weise dazu ein, künstlerisch-kreativ aktiv zu werden. Spielerisch gelingt es, individuelle Ressourcen, Kapazitäten und Grenzen

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