Biografiearbeit für alle – wie kann das gelingen?

Von Ruth Bühler-Schuchmann

Während einer Zugfahrt in der Vorweihnachtszeit durfte ich einem Gespräch über Reisen und Reisegewohnheiten zwischen einem jungen Studenten und einem älteren Ehepaar lauschen. Sie tauschten sich über Reiseziele, Fortbewegungsmittel, Veränderungen des Reisens gestern – heute – morgen aus. Ein biografisches Gespräch wie aus dem Bilderbuch – mit viel gegenseitigem Wohlwollen und Wertschätzung – ganz ohne Anleitung und Kurs, nicht zielgerichtet, einfach so.

Meine Vorstandsarbeit bin ich unter anderem mit der Idee angetreten, die Biografiearbeit nach LebensMutig einem breiteren Personenkreis nahezubringen und die Begeisterung dafür weiter zu tragen. Ich denke, dass wir im Verein diesem Ziel immer wieder ein Stückchen näher rücken.

Der Stand der Dinge

Ich persönlich webe immer wieder biografische Methoden in meine Workshops mit Menschen ohne bezahlte Arbeit, im Unterricht für Pflegende und Kinderpfleger*innen und in den Kursen mit traumatisierten Menschen ein. Die Resonanz darauf ist durchweg positiv.

Der Blick über den Tellerrand

In der Schweiz gibt es Erzählcafés, die von der Gesundheitsfürsorge Schweiz als gesundheitsfördernde Maßnahme unterstützt werden. www.netzwerk-erzaehlcafe.ch

Prof. lic. phil. Johanna Kohn hat in der Schweiz die Wirkung von Erzählcafés wissenschaftlich begleitet und die positive Wirkung bestätigt. www.fhnw.ch johanna.kohn@fhnw.ch

Wie könnte etwas Ähnliches hier in Deutschland gelingen? Hat jemand von Ihnen Ideen dazu? Mögen Sie mitmachen und diese Idee in Ihrem Wirkungskreis mit in die Tat umsetzten? Vielleicht wird ja ein Schneeball daraus.

Visionen

Hier möchte ich auf den Blogbeitrag von Thorsten Neuhaus verweisen, der bereits einige Ideen, die während der NWS 2023 entstanden sind, aufgezählt hat.

Daneben braucht es meines Erachtens noch

  • Begleitung von Pflegenden (Laienpflege und professionelle Pflege) in der Umsetzung der Biografiearbeit
  • mehr Begleitung und Verbreitung durch Hochschulen
  • Die Auslotung von Finanzierungsmöglichkeiten der Angebote

Ich freue mich auf inspirierende Rückmeldungen von Ihnen und vielleicht haben Sie Lust, irgendwo mitzutun.

Die oben erwähnte Zugfahrt hat mich zum Schreiben dieses Blogs inspiriert. Und damit sich der Kreis schließt:

  • Welche Reisen haben Sie bisher unternommen?
  • Welche Verkehrsmittel haben Sie dazu genutzt? Und welches ist Ihr liebstes Fortbewegungsmittel?
  • Welche Traumziele gilt es noch zu erkunden?

Ruth Bühler-Schuchmann, Nürnberg
Lehr-Trainerin für Biografiearbeit nach LebensMutig
Traumaberaterin
Supervisorin und Choachin i. A. Nach DGSF e.V.

www.heute-gestern-morgen.info

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Vision

Kürzlich kam ich von einem Lehrgangsmodul „Kommunikation“ zurück, dass ich leiten durfte. Erschöpft saß ich im Zug, doch das wohlige Gefühl der Zufriedenheit überwog. 16 Menschen lernte ich dort kennen, von Anfang 20 bis geschätzt 70 Jahre alt. Männer und Frauen aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Die meisten kamen aus Ostdeutschland, wenige aus Westdeutschland.

Weihnachten ohne Zwang – ein Versuch

Bei keinem anderen Thema klaffen die Meinungen, Gefühle und Erwartungen so weit auseinander wie bei Weihnachten. Anita bekommt schon im September Bauchweh, wenn sie an Weihnachten denkt. Eigentlich bekommt sie immer Bauchweh, ganz egal zu welcher Zeit das Thema aufploppt. Ihre Tochter Lisa liebt Weihnachten. Seit sie eine eigene Wohnung hat, dekoriert sie schon ganz bald im Dezember und hat einen eigenen großen Baum.

BARRIEREFREIHEIT

Gesetzlicher Hintergrund Foto Pixabay (Gert Altmann) Weltweit leben annähernd 650 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Ihre gesellschaftliche Teilhabe ist kein Gnadenakt, sondern ein Menschenrecht. Trotzdem gibt es nur in etwa 45 Staaten Vorschriften, dieses Recht zu schützen.Im Jahr 2021 hat deshalb die Generalversammlung der UN die Behindertenrechtskonvention beschlossen.

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